Vorbereitungen laufen: 102. Deutscher Katholikentag Stuttgart 2022

Derzeit laufen die Programmplanungen auf Hochtouren für den 102. Katholikentag vom 25. bis 29. Mai 2022 in Stuttgart. Und auch der Bibliolog ist mit 13 Workshops im Zentrum Bibel und Spiritualität gut vertreten – eine vielfältige Mischung von Grund- und Aufbauformen und biblischen Geschichten von den Erzeltern bis zu den Aposteln erwartet die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Das finale Programm und die Anmeldung sind ab Jahresende auf diesen Seiten zu finden.

Warum der Bibliolog viel Raum verdient …

Unter den bibeldidaktischen Methoden kommt dem Bibliolog auch deshalb eine besondere Bedeutung zu, weil er an biblischen und jüdischen Formen orientiert ist und für eine Einheit von Form und Inhalt steht. Dass Parallelen zu der Grundform biblischen Denkens und Dichtens zu erkennen sind, wird hier wohl erstmals gezeigt. Der Bibliolog steht damit in besonderer Nähe zum „Kerngeschäft“ der Kirche und eröffnet ihr Zukunftsperspektiven.

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Die Krise, die Bibel und der Bibliolog – Internationaler Bibliolog-Kongress 2022

Die letzten 2 Jahre haben uns auf vielfältige Art und Weise herausgefordert: unsere Flexibilität, Kreativität, Solidarität und unser Durchhaltevermögen waren gefragt und sicher auch unser Glauben. Wir brauchen Orte, an denen wir das Erlebte verarbeiten können. Dazu will der Bibliolog-Kongress seinen Beitrag leisten.

Was ist eine Krise? Was braucht man in einer Krise? Wie hilft uns die Bibel darin und danach und welche besondere Funktion kann die Methode des Bibliologs in der beginnenden post-pandemischen Welt haben?

Der Kongress beginnt am Freitag, 6. Mai 2022 um 14.30 Uhr und endet nach dem Mittagessen am Sonntag, 8. Mai 2022. Die Anmeldungen werden über das TPI (Theologisch Pastorales Institut Mainz) verwaltet.

Referent*innen für Impulsreferate:

  • Susan and Peter Pitzele (online, angefragt): „Krise in der Welt des Rollenspiels“
  • Prof. Dr. Uta Pohl Patalong: Was bringt uns der Bibliolog in der Krise?
  • Dr. Katrin Brockmöller: Die Bibel als Krisenliteratur
  • N.N. (Anfragen laufen): Krise in sozialpsychologischer Perspektive

Arbeitsweise:

  • Impulsreferate von ca. 20 Minuten und gemeinsame Weiterarbeit
  • Workshops aus dem Kreis des Netzwerkes (Einladung zur Anmeldung eines Workshops folgt!)

Weitere Informationen zum Programm, Kosten und Anmeldung folgen bis Jahresende.

Location/Bildungshaus:
Wilhelm-Kempf-Haus
Wilhelm-Kempf-Haus 1
65207 Wiesbaden
www.wilhelm-kempf-haus.de

Veranstalter: Netzwerk Bibliolog

Kooperationen:

Kontaktperson(en):
Dr. Katrin Brockmöller und Uta Pohl-Patalong, Jens Uhlendorf, Rainer Brandt, Dorothea Kleele-Hartl, Ursula Silber, Dietmar Fischenich, Marianne Bauer

Ein Bibliolog-Aufbaukurs auf La Gomera?

Liebe Bibliolog:innen,  ich habe eine einigermaßen verrückte Idee entwickelt und möchte einfach einmal fragen, ob sie bei euch Anklang findet: Ein Bibliolog-Aufbaukurs auf La Gomera, auf den kanarischen Inseln.

Ich bin dort seit vielen Jahren Stammgast auf der Finca „El Cabrito“ in traumhafter Alleinlage (nur mit dem Boot oder per längerer Wanderung zu erreichen) direkt am Meer, die Ferien für Familien und Alleinreisende mit Seminarreisen verbindet. Dort würden wir wohnen und den Seminarraum nutzen. Einen Eindruck bekommt man hier auf der Homepage. Es ist sicher kein Vier-Sterne-Hotel, aber sauber, freundlich und atmosphärisch in meinen Augen einfach wunderbar (aber ich bin auch komplett voreingenommen, muss ich zugeben).

Ich würde den ansonsten dreitägig stattfindenden Aufbaukurs auf vier halbe und einen ganzen Tag verteilen, so dass es genug Zeit gibt, um am Strand zu sein oder kleinere Wanderungen zu machen. Ein Tag zwischendrin wäre ganz frei, damit man noch etwas von der Insel sehen kann. Natürlich bietet es sich an, anschließend eine Urlaubswoche – dort oder woanders auf der Insel – dranzuhängen. Partner:innen und Kinder können gerne mitgebracht werden; einige Stunden Kinderbetreuung am Tag gibt es ohnehin und für den Rest ließe sich entweder zusätzlich etwas organisieren oder es gibt eine Lösung über die Partner:innen. Die An- und Abreise wäre am Samstag.

Selbstverständlich gibt es klimafreundlichere und günstigere Lösungen für einen Bibliologkurs. Der Flugpreis ist in den Ferien nicht billig und wenn man schon fliegt, wäre ein Beitrag zum CO2-Ausgleich über „atmosfair“ oder vergleichbare Anbieter natürlich schön. Um nach La Gomera zu gelangen, landet man auf dem Flughafen Teneriffa, dort gibt es einen Bustransfer zur Fähre und die Überfahrt dauert noch einmal eine knappe Stunde, bevor man dann mit einem Boot der Finca abgeholt wird – ein ganzer Reisetag ist also einzuplanen. Die Übernachtung mit Vollverpflegung kostet im DZ 79,- Euro, die Nacht im EZ 99,- Euro (als Doppelzimmer gelten auch Appartements mit einem großen und einem kleinen Zimmer, wobei das große Zimmer oft ein Durchgangszimmer ist zu einem kleinen Innenhof, von dem dann das kleinere Zimmer und das gemeinsame Bad abgehen). Hinzu kommen an anteiliger Miete für den Seminarraum und Honorar ca. 125 Euro, je nach Zahl der Teilnehmer:innen.

Im nächsten Jahr ist die Finca in den Sommerferien schon recht ausgebucht. Möglich wäre jedoch ein Kurs vom 9.-16. Juli 2022. Unkomplizierter wäre der Juni, aber vermutlich für viele schwierig zu realisieren. Ich bitte um Rückmeldungen bis zum 8.10.2021, wer an einem Kurs vom 9. bis 16. Juli Interesse hätte, wer auch im Juni könnte und wer zu diesem Termin nicht kann, es sich aber für 2023 vorstellen könnte, und zwar an meine Mitarbeiterin Frau Schubert (Mail schreiben). Gleichzeitig tragen sich alle Interessierten bitte in diese Umfrage (Link) zu den Formen von Aufbaukursen ein, an denen man teilnehmen würde.

Ich bin sehr gespannt auf die Rückmeldungen und grüße alle herzlich,
Uta Pohl-Patalong

Bibliolog mit Musik?

Ein Experiment, das weiterklingt.

Am Anfang stand ein Missverständnis: weil ich Bibliologe, Liedermacher, Religionslehrer und Kinder-chorleiter bin, hat jemand gedacht, dass das alles zusammenfließen würde. Im Programmheft des Katholikentages in Münster stand also als Bibelarbeit: Bibliolog mit Musik, generationenübergreifend. Was das ist, wusste ich selbst noch nicht, bekam aber ein ermunterndes „Du machst das schon!“ zu hören. Was ich (mit zwei Musikern) daraus entwickelte war genau das: eine Bibelarbeit für Jung und Alt; eingebettet in Lieder und Bitte um Segen und sie war ein Bibliolog. Das Besondere ist, das an einer Stelle des Bibliologs tatsächlich live Musik erklang. Der Pianist hatte nur einen Auftrag: „Hör genau zu, was passiert und lass das Gehörte und Gefühlte in deine Finger gleiten“ – für etwa fünf Minuten lang.

So geschah es, dass es für alle in einem Haus versammelten Menschen hieß: „ihr habt vieles aus diesem Brief gehört und jeder und jede denkt im Stillen nach und von irgendwoher erklingt leise Musik, du lässt deine Gedanken auf Reise gehen.“

Ich habe wahrgenommen, dass das funktioniert. Wer wollte hat für sich selbst innegehalten, wer nicht, hörte einfach nur zu oder schaute aufs Klavierspiel oder in den eindrucksvollen Rathaussaal der Stadt Münster. Es funktioniert aus meiner Sicht, weil es jeder und jedem Raum gibt innezuhalten, einem Gedanken nachzugehen, Erlebtes nachklingen zu lassen. Dieser Bibliolog endete mit der Frage nach einem Wunsch für die Hausgemeinschaft und einem fröhlichen Lied nach der Segensbitte.
Aus meiner Sicht stimmig war ebenfalls das Konzept, die Bibelarbeit für Kinder und Erwachsene gleichermaßen anzubieten. In der Vorbereitung gab mir eine Bibliologin den Tipp: „bereite für Kinder vor, die Erwachsenen lassen sich darauf ein!“. Ein paar Kinder im Grundschulalter beteiligten sich am Bibliolog, die Erwachsenen taten es ebenfalls und kleinere Kinder wuselten zwischen Papphockern und Stühlen hin und her, ohne, dass jemand sich gestört fühlte. Richtig lebendig wurde es dann im Epilog, als die Kinder ausschwärmten um den Frieden zu verbreiten, von dem im Bibliolog ausführlich die Rede gewesen war.

Was einmal Vorbild war, konnte weiterwachsen und so entstand ein nächster Bibliolog mit Musik. Dabei konnten die erwachsenen Teilnehmenden wählen, ob sie lieber König Saul sind, der Klängen lauscht und seinen Geist beruhigt oder ob sie David sind, der auf seiner Harfe Klänge hervorbringt. Auch hier entschleunigt die Musik (wieder live) den Umgang mit dem Schrifttext und hilft zu vertiefen. Ein Saul drückt danach seine mit Eifersucht gemischte Bewunderung aus: „Ich will das auch können! Ich will nicht mehr abhängig sein, sondern ich will mir selbst helfen können!“.

Die Grundform des Bibliologs kann in den Aufbauformen um einige Dimensionen bereichert werden. Mir scheint, dass Musik noch einmal eine andere Dimension berührt, die emotional in die Tiefe geht. Spannend ist dabei, dass es ein wirklich unplanbares Geschehen in einer Momentaufnahme ist, weil das improvisatorische Spiel der Musik nicht reproduzierbar ist, sondern genau in diesem Moment des Bibliologs geschieht.

Wer neugierig geworden ist, hat vielleicht Lust bekommen, einen solchen Bibliolog zu erleben. Eingeplant ist es für den Internationalen Bibliolog-Kongress und den Katholikentag 2022 in Stuttgart, dort wieder generationenübergreifend und mit Musik.

„Schaut hin“ (Markus 6,38) – 3.Ökumenischer Kirchentag in Frankfurt am Main

Vieles wird anders sein beim 3. Ökumenischen Kirchentag vom 12. bis 16. Mai 2021 in Frankfurt als erhofft: Fernsehgottesdienste, digitale Foren, Vorträge und Bibelarbeiten statt buntem Gewimmel, zahlreichen Workshops und einem großen Fest der Begegnung. Auch die Bibliolog- und Bibliodrama-Angebote sind davon betroffen. Sie konnten im neuen Programm nicht berücksichtigt werden. Stattdessen lädt der ÖKT Gemeinden und Gruppen ein, kreativ zu werden und am Himmelfahrts-Wochenende eigene Angebote zu entwickeln. Vielleicht eine Chance auf diese Weise selbst aktiv zu werden. Mehr dazu findet sich unter www.oekt.de.

leben teilen – 102. Deutscher Katholikentag Stuttgart 2022

Trotz Corona-Pandemie soll der 102. Katholikentag vom 25. bis 29. Mai 2022 in Stuttgart stattfinden, auch wenn noch nicht genau feststeht, wie und in welcher Form. Mit viel Hoffnung und Vorfreude sind die Organisatoren derzeit mit den ersten Programmplanungen beschäftigt, bei dem auch Bibliolog-Angebote eine Rolle spielen sollen. Wer Interesse hat, sich zu beteiligen und einen Bibliolog-Workshop zu leiten, kann sich an marianne.bauer@erzbistum-koeln.de werden. Weitere Infos zum Katholikentag gibt es auf den offiziellen Seiten.

Sieben Wochen Bibliolog – Ein Erlebnisbericht und einige Einsichten zu einem Online-Großprojekt

Immer wieder freitags – es war ein eindrückliches Experiment bei der diesjährigen Fastenaktion der evangelischen Kirche „Sieben Wochen ohne“: 250 Teilnehmende aus ganz Deutschland und aller Welt erlebten Woche für Woche einen Bibliolog. Frank Muchlinsky erzählt in seinem Bericht auf der Bibliolog-Homepage von dieser besonderen Aktion und seinen Erkenntnissen dazu.

Bibliolog on- and outline: Ein Zwischenruf aus Österreich

von Maria Elisabeth Aigner

„Covid-19 und die damit in Zusammenhang stehenden epidemiologischen Anordnungen haben die Situation der Menschen auf allen Kontinenten und in allen Ländern der Welt im letzten Jahr auf den Kopf gestellt. (…) Covid-19 hat auch den Bibliolog getroffen.“

Maria Elisabeth Aigner beleuchtet in ihrem Beitrag auf der Bibliolog-Homepage die vielfältigen Erfahrungen des letzten Jahres, vor allem auch im Blick auf digitale Möglichkeiten und fragt, wohin der Bibliolog sich entwickeln soll oder kann und was dies für das Netzwerk bedeutet.

„Es geht ausgezeichnet“ – Bibliolog im Studium

von Uta Pohl-Patalong, Jessika Gude, von Lisa Triebel, Katharina von Hering und Daria Grzywacz

Wie erleben Studierende Bibliolog im Rahmen ihres Studiums, wie fördert oder verändert er ihr theologisches Denken und Arbeiten, welche Entdeckungen nehmen sie für sich aus der Bibliolog-Arbeit mit? Vier Studierende der Uni Kiel und Uta Pohl-Patalong erzählen von ihren persönlichen Erfahrungen mit und nach dem Bibliolog-Grundkurs. Lest hier mehr …